Posts Tagged ‘Alkohol

16
Okt
08

Gibt es einen Grund für Verschwörungstheorien rund um Jörg Haiders Ableben?

Als ich heute in der Aula meiner Schule stand und der Trauerfeier zu Jörg Haiders Tod beiwohnte gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Ursprünglich dachte ich mit dem Beweis, dass Jörg Haider 1,8 Promille im Blut hätte wären alle Verschwörungstheorien besiegt – doch jetzt geht es erst richtig los! In mehreren Diskussionen über den heutigen Tage verteilt stellten sich mir einige Fragen:

  • Warum erfahren wir nichts von der Frau die Haider zuletzt überholte?
  • Bis 23 Uhr war Haider in Velden und noch stocknüchtern – um 01:15 Uhr hatte er seinen Unfall. Von Velden nach Klagenfurt braucht man bei durchschnittlich 20 Minuten nach Klagenfurt, weitere 10 Minuten würde es bis nach Laimbichl benötigen. Wie konnte Jörg Haider also in 1 ¾ Stunden 1,8 Promille bekommen?
  • Warum schweigt sich Stefan Petzner über eine „zeitliche Lücke“ aus?
  • Was hat es mit diesen heftigen Telefonaten auf sich die es am Unglücksabend immer wieder gegeben haben soll?
Liegt so manches zu Haiders Tod noch im Dunkeln?

Liegt so manches zu Haiders Tod noch im Dunkeln?

Ich bin kein großer Fan der Verschwörungstheorien, ich finde aber mindestens eine dieser Frage äußerst interessant. Vielleicht können wir Kärntner aber auch einfach nicht verstehen, dass unser Landeshauptmann ebenfalls Fehler machte wie wir auch – seinen größten Fehler machte er wohl am 12. Oktober.

Amerika 9/11

Kärnten 12/10?

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15
Okt
08

Jörg Haider raste mit 1,8 Promille in den Tod!

Ich wollte eigentlich nichts mehr über den Tod des Kärntner Landeshauptmannes bis zu seiner Beisetzung schreiben, es sei denn es würde wunderliche Erkenntnisse über seinen Tod geben – und die gibt es! Wie heute offiziell bekannt wurde hatte Jörg Haider bei seiner letzten Autofahrt ganze 1,8 Promille Alkohol im Blut. Damit wird ihm leider die traurige Ehre zu Teil ebenfalls in die Unfallstatistik der Alkolenker aufgenommen zu werden.

VW Phaeton

Haiders VW Phaeton nach 142km/h und 1,8 Promille Alkohol.

Dass Herr Haider nach den letzten Feierlichkeiten kurz vor seinem Tod etwas getrunken hatte galt bisher immer als wahrscheinlich, niemand dachte aber bisher an solche Unmengen da der ganze Unfall immer alleine der überhöhten Geschwindigkeit (142km/h) angerechnet wurde. Hier zu folgende Aussage des BZÖ:

“Es ist richtig, dass Landeshauptmann Jörg Haider zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert war. Ich kann und muss das bestätigen.” – Stefan Petzner

Besonders interessant empfand ich heute die Berichterstattung des ORF, hier wurden Klagenfurt Passanten nach ihrer Meinung zur neuesten Meldung im Fall Haiders befragt; alle Befragten waren natürlich entsetzt über diese Tatsache, immerhin hatte der Landeshauptmann doch eine Vorbildfunktion! Was ich daran interessant finde? Hier wurde mitten in der Klagenfurt Innenstadt interviewt und nicht etwa vor der Landesregierung, der BZÖ-Parteizentrale oder etwa an der Unglücksstelle. Es ergab sich also das genaue Gegenteil der letzten Tage in denen Meinungen über den verstorbenen Landeshauptmann nur an den Stellen aufgenommen wurden an denen Haideranhänger um „ihren Jörg“ trauerten. Eine Befragung beider Seiten wäre sicher interessanter gewesen als diese eindeutige Manipulation der Berichterstattung. Objektivität statt Subjektivität lieber ORF, nicht etwa umgekehrt!

Was gibt es noch großartig zu sagen? Jörg Haider ist tot und wird am Samstag am neuen Platz in Klagenfurt verabschiedet – bis zu 50.000 Menschen werden bereits erwartet. Welche Ausmaße der „Mythos-Haider“ annimmt kann schnell betrachtet werden: Der erdachte Jörg-Haider-Park und ein Jörg Haider Denkmal an der Unglücksstelle sagen schon so einiges aus.

Es gibt aber auch etwas Positives an dieser Meldung, immerhin wurden mit dem Nachweis von Alkohol ein für alle Mal die verschiedensten Verschwörungstheorien aus der Welt geschafft. Haider starb wie ein normaler Mensch – also genau so wie er sich uns Kärntnern immer gezeigt hat.

Kerzen an der Unglücksstelle

Kerzen an der Unglücksstelle

05
Okt
08

Alkohol gesteuerte Wochenenden von und mit Jugendlichen

Freitagabend – und ich habe weder Kopf- noch Halsschmerzen. Wunderbar, ich bin also bereit um hinaus in die besoffene Nacht zu ziehen! Um 20 Uhr geht es los, Freunde holen mich ab und wir gehen die letzen Schritte zum Kinocenter zu Fuß. Wir sind nicht so umweltbewusst und verzichten deshalb auf das Auto, nein, wir wollen nur, dass jeder soviel trinken kann wie er will und nicht auf die Rückfahrt denken muss. Da einige meiner Freunde hier in der Gegend wohnen schläft dann jeder einfach bei irgendwem und die Sache hat sich erledigt. Inzwischen sind wir auch schon bei unserem Ziel eingetroffen. Wir wollen uns keinen Film anschauen der grottenschlecht ist und nur Action und Titten zu bieten hat, nein, wir haben das Kinozentrum an diesem Abend nur wegen den Billardtischen und der geilen Bar ausgesucht; außerdem muss einer unserer Klassenkameraden heute Abend hier seinen Dienst verrichten und wir wollen ihn (ein bisschen) nerven. Gesagt getan, wir stürzen uns in das nächtliche Leben. Wie fangen wir an? Klar, natürlich mit dem Klassiker, nämlich einem großen Bier. Dieses eiskalte Gottesgetränkt, wie es einem den Hals hinunter rinnt und sich schlussendlich langsam über Umwege in das Blutsystem einspeist um den ganzen Abend etwas erträglicher zu machen – einfach wunderbar. Wie sagt der neue Volksmund so schön? Ein Bier macht durstig, zwei machen, richtig erraten, noch durstiger! Nachdem sich der Alkohol langsam in die Blutbahnen integriert hat wechseln wir von der Bar zu den Billardtischen. Zehn Euronen kostet der Spaß die Stunde – ziemlich teuer. Klar, wir könnten alle zusammenlegen, aber irgendwie macht es doch mehr Spaß um das Geld zu spielen – der Verlierer zahlt den Tisch. Bei mehr als zwei Stunden kann das Spielchen schon etwas in der, vom teuren Bier ohnehin schon geschwächten, Brieftasche ordentlich schmerzen. Ich lasse mich davon aber nicht beeindrucken und setze den Queue an. Drei Bier hatte ich also schon – die anderen aber auch. Da ich aber (leider?) etwas mehr gegen Alkohol resistent bin als andere versuche ich mich trotzdem zu konzentrieren. Getroffen. Der Anfang sieht schon gut aus. Die Minuten verfliegen und mit ihnen die Scheine; aber ein Whiskey kostet eben. Scheiße das Teil zieht in den Magen runter! Yes! Oh mein Gott, ich liebe Whiskey. Wenn er nur nicht so teuer wäre hätte ich bestimmt schon eine (leere) Flasche daheim. Zurück zum Billard, wir stehen schon an der letzten Partie. Während ich versuche meinen nächsten Drink zu genießen (Sex on the Beach; den wollte ich eigentlich nur wegen dem geilen Namen mal probieren) und dabei über Sex am Strand nachdenke, versenkt einer meiner Freunde, ich nenne ihn hier einfach mal Klaus, die schwarze Kugel. Pech gehabt mein Freund, die Partie geht an mich. Badabing, Badabeng! Während ein zutiefst getroffener (und auch etwas angetrunkener) Klaus 20 Euro über die Theke schiebt schnappe ich mir flugs ein herumliegendes Feuerzeug und ebenfalls herumliegende Zigaretten und zerstöre meine junge Lunge wieder um ein Stückchen mehr. Ein Typ nicht weit weg von uns hat selbst gedrehte, das erinnert mich an den Joint den irgendwer von uns damals besorgt hatte. Abgesehen von Kopfschmerzen kann ich mich irgendwie an nichts Besonderes mehr erinnern. Ich bin auf diese Aktion weder stolz noch beschämt, ich habe es aus freien Willen gemacht weil ich es einfach einmal versuchen wollte. Was ich aber noch mehr versuchen möchte ist Kokain, das soll angeblich wirklich der Hammer sein. Ich ertappe mich leider viel zu oft bei diesem Gedanken und jedes Mal schrecke ich dann vor mir selbst zurück. Ach ja, wo waren nur die Zeiten geblieben wo wir im Gasthaus saßen, Geburtstag feierten und alle so blau waren, dass wir uns gegenseitig wegen irgendwelchen „Sachen“ fragten – und diese nächste Woche natürlich auch noch mitbringen wollten! Schon krank welcher Scheiß uns immer durch die Birne schwirrt. Ich wurde erst aus meinen Gedanken gerissen als wir wieder zur Bar gingen. „Noch ein Bier? Ich bitte dich, was für eine Frage!“ Mehrere Minuten später ging es uns dann schon nicht mehr ganz so gut, wir spürten schon wie so manche Macht Hand anlegte. Irgendwer kam dann auf die beschissene Idee noch eine Runde Billard zu spielen. Klar, warum auch nicht? Kurz darauf lehnte ich an der Wand und beobachtete meinen Gegner wie er mit seiner neuen Freundin am Tisch rumknutschte. Sie streckten sich die Zungen in den Mund als würden sie sich gegenseitig auslecken wollen. Ich würde mich ja nicht wundern wenn die beiden gleich auf der Toilette verschwinden würden und es dort trieben. Aber gut, warum auch nicht, wenn er abgelenkt wurde hatte ich erneut Chancen das Spiel um das Geld zu gewinnen. Nachdem ich meine Zigarre, die ich mir extra für das Wochenende gekauft hatte, ausgetötet in den vollen Aschenbecher sinken ließ, wandte ich mich dem Tisch zu. Doch was sahen meine trüben Augen da? Die geilste Kellnerin kam mit einem Tablett näher und stellte mir einen Drink namens „Stirb langsam“ direkt vor die Nase. Oh wie gerne würde ich es mit der treiben, am liebsten sofort auf der Toilette. Habe ich mir das nur gedacht oder etwa laut ausgesprochen? Ich weiß es leider nicht mehr, sie ging ohne weitere Reaktion wieder weg. Der Drin kam übrigens von meinem Gegner. Entweder ich würde ihn, auf seine Kosten natürlich, trinken und noch weniger treffen und damit verlieren, oder ich ließ ihn stehen und verlor nur eventuell. Ich muss in meinem letzten Leben Alkoholiker gewesen sein; ich stürzte das Zeug schnell hinunter. Sekundenbruchteile später wusste ich wieso der Drink „Stirb langsam“ hieß. Ich verlor das Spiel und damit einen meiner letzen 10 Euro Scheine. Der Abend/der Morgen neigte sich zügig dem Ende und wir wollten, nach einem letzten Bier, endlich aufbrechen. Als wir den Scheißladen endlich verlassen hatten trafen wir auf dem Parkplatz noch unsere Klassenkameradin und deren geile Schwester. Meine Güte, wie lange baggerte ich die Kleine eigentlich schon an? Ich versuchte es auch an diesem Abend wieder mit frechen Sprüchen aber sie stieg nicht wirklich darauf ein. Dabei wäre mein Bett doch so breit – und stabil was Sport angeht, das durfte ich in einem Belastungstest schon mehrmals feststellen. Nachdem ich also erneut abgeblitzt war versuchten wir die nächsten paar hundert Meter zu bewerkstelligen – ich glaube wir brauchten an diesem Abend circa eine halbe Stunde dafür. Bei einer Kreuzung angekommen verabschiedeten wir uns. Bei mir übernachtete leider keiner, aber wegen meinen Eltern würde es ja nicht gehen. Als ich kurz darauf Zuhause eintraf war ich heilfroh nicht einen dieser besoffenen Typen mitgenommen zu haben; meinen Eltern wäre das höchstwahrscheinlich sowieso scheißegal gewesen. Um mich für die letzten Meter zu sammeln lehnte ich geschlagen an der Haustüre – und wurde von meinem Vater überrascht. Er habe nur ein Geräusch gehört und wollte sehen ob es mir wohl gut ginge. Ich bejahte das Nickend und setzte mein ganzes schauspielerisches Talent ein um als nüchterner Jugendlicher ins Bett zu kommen. Ja, ich kann stolz sagen, dass ich dank Schauspieler und einer gewissen Resistenz gegen Alkohol immer gut über die Runden kam; das änderte aber nichts über die Tatsache, dass ich arschmüde auf die Couch im Wohnzimmer fiel, zu meinem bett war es mir noch zu weit. Durch unfassbares Glück lag ich direkt auf der Fernbedienung und so konnte ich noch etwas durch die gequirlte Scheiße zappen. Erneut Dave Duchovny als kaputter Schriftsteller, dieses Mal bei einem eher ungeilen Dreier. Bruce Willis als John McClain gefällt mir da schon eher. Humor, Blut, Tod, Action – und ich wäre fast eingeschlafen. Wie McClain nach „Stirb langsam“ schlendere ich in mein Bett und falle angezogen hinein. Mein Kopf kreist noch kurz um die geile Kellnerin, die noch geilere Schwester meiner Klassenkameradin und um die Frage ob ich die zwei wohl zu einem Dreier bekommen könnte. Dann wird mir durch mehrere Sinnesorgane klar, dass ich an diesem Abend/Morgen erneut zuviel erwischt hatte. Ich verfluche mich selbst, drehe mich auf den Rücken und starre an die beschissene Decke die sich viel zu schnell dreht. Just another fucking day, just another fucking week.




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